Strom einkaufen
In unseren Anlagen wählen Sie den Stromlieferanten selbst. Anders als bei vielen anderen Anlagen sind Sie nicht an einen Lieferanten gekettet – steigen die Preise überdurchschnittlich, wechseln Sie einfach auf einen anderen Tarif am Markt.
Generell können Sie – sofern vom Angebot passend – alle Tarife am Markt wählen. Für den Preisvergleich helfen bei vielen Tarifen die Vergleichsportale.
Kein einfacher Vergleich ist bei Autostromtarifen möglich, also Sondertarifen nach § 14a EnWG, welche die Option der abschaltbaren Last honorieren. Unten zeigen wir, was Modul 2 bringt, worauf Sie achten sollten und welche Tarife sich bewährt haben.
Wir konzentrieren uns auf möglichst lokale, vor allem faire Lieferanten, die nicht mit hohen Erstrabatten auf Kundenfang gehen – und die deshalb oft nicht in den großen Portalen gelistet sind.
Autostrom nach § 14a EnWG
Autostromtarife sind günstiger, weil der Netzbetreiber Ihre Ladeinfrastruktur bei Engpässen kurzzeitig drosseln darf. Im Gegenzug sinkt mit Modul 2 der Arbeitspreis des Netzentgelts um 60 %. Was das in Cent bedeutet, hängt vom Netzbetreiber ab:
| Netzbetreiber (2026) | Ersparnis netto | Ersparnis brutto | Beispiel: 15 E-Autos à 2.500 kWh |
|---|---|---|---|
| SWM Infrastruktur (München) | 3,88 ct/kWh | ca. 4,6 ct/kWh | ca. 1.700 € pro Jahr |
| Bayernwerk Netz (Umland) | 2,83 ct/kWh | ca. 3,4 ct/kWh | ca. 1.250 € pro Jahr |
Quelle: Netzentgelte 2026 der Netzbetreiber. Andere Netzgebiete liegen ähnlich; maßgeblich ist das jeweilige Preisblatt.
Modul 1 bringt eine Pauschale von rund 100–115 € netto im Jahr. Modul 2 lohnt sich ab etwa 3.000–3.600 kWh Jahresverbrauch – an einem gemeinsamen E-Mobilitäts-Zähler ist das praktisch immer erreicht.
Der Netzbetreiber darf bei Engpässen begrenzen, mindestens 4,2 kW bleiben aber garantiert. Unser Lastmanagement setzt das automatisch um und verteilt die verfügbare Leistung weiter auf alle Autos.
Zeitvariable Netzentgelte (Modul 3) lassen sich nicht mit Modul 2 kombinieren. In München gilt der Niedertarif nur im 1. und 4. Quartal nachts. Für Garagen mit vielen Autos bleibt Modul 2 die bessere Wahl.
Checkliste
Fragen Sie nach, ob die reduzierten Netzentgelte im Arbeitspreis bereits enthalten sind. Nicht jeder Anbieter weist das klar aus.
Noch rechnen nicht alle Netzbetreiber Modul 2 mit allen Lieferanten ab. Prüfen Sie den Tarif mit Postleitzahl und Netzbetreiber.
Eine Gemeinschaft entscheidet meist einmal im Jahr in der Eigentümerversammlung. Tarife mit monatlicher Laufzeit oder ohne Preisgarantie passen dazu nicht – wir empfehlen nur Tarife mit mindestens 12 Monaten Bindung.
Der E-Mobilitäts-Zähler läuft in der Regel auf die Gemeinschaft. Klären Sie vorab, ob der Anbieter eine WEG bzw. Gemeinschaft beliefert.
Bei großen Mengen zählt der Arbeitspreis. Neukundenboni und der Grundpreis fallen kaum ins Gewicht.
Achten Sie auf anerkannte Labels wie ok-power oder Grüner Strom – oder auf Anbieter, die ihre Herkunftskraftwerke offenlegen.
Empfehlungen · Stand Oktober 2026
Gesammelt aus unseren Gemeinschaften und geprüft auf Modul 2 und Preisbindung.
| Anbieter | Tarif | Modul 2 | Bindung / Preisgarantie | Website |
|---|---|---|---|---|
| Rothmoser Grafing, Lkr. Ebersberg | Autostrom (100 % Wasserkraft) | ja, eigener Zähler nötig | 12-Monatstarif verfügbar | rothmoser.de |
| Energie Südbayern Südbayern | LADE Ökostrom | ja, separater steuerbarer Zähler (§ 14a) | 12-Monatstarif verfügbar | esb.de |
| Montana | ÖkoStrom Plus A (12M) | ja, eigener Zähler nötig | 12 Monate Preisgarantie | montana-energie.de |
| Polarstern | Wirklich Autostrom | ja, eigener Zähler nötig | Tarifvarianten mit Laufzeit wählbar | polarstern-energie.de |
| EnBW | EnBW Strom Wallbox | ja, steuerbarer Zähler nötig | bis zu 18 Monate Preisgarantie | enbw.com |
Hinweise:
Das Wichtigste in Kürze
Unser Lademanagement kann Ladezeiten in die Nebenzeiten verschieben – gut fürs Netz und für den Anteil an Wind- und Sonnenstrom. Ob sich dafür ein dynamischer Stromtarif lohnt, ist eine Frage des Stromeinkaufs.
Mit dem grünen Chip startet die Ladung nur, wenn der Börsenpreis niedrig ist – meist nachts oder bei viel Wind und Sonne. Das funktioniert in all unseren Anlagen, auch mit einem Fixtarif.
Die Entscheidung trifft die Gemeinschaft für den EVU-Zähler (Einkaufszähler). Für einen dynamischen Tarif ist ein Smartmeter notwendig.
Selbst stark optimierte Flextarife liegen derzeit deutlich über gut ausgesuchten Fixtarifen. Wir beobachten den Markt.
Schicken Sie sie uns gern – wir ergänzen die Liste.